Stimm­logopädie

Stimmtherapie, -prävention und -angleichung

Folgende Störungsbilder werden von mir behandelt:

Funktionelle Stimmstörungen (Hyper-, Hypofunktionelle Dysphonie)

Eine Dysphonie ist eine Stimmerkrankung, die sich zeigt durch eine länger andauernde Heiserkeit, einer eingeschränkten Stimmbelastbarkeit, Anstrengungsgefühl beim Sprechen, vermehrtes Räuspern, Druck-oder Engegefühl im Hals bis hin zum Stimmversagen. Funktionell bedingte Stimmstörungen entstehen häufig durch eine zu hohe Stimmbelastung. Zu lautes und angestrengtes Sprechen im beruflichen Alltag (z.B. Kindergarten, Schule, bei Vorträgen), sowie im privaten Bereich (Sportverein, Chor, etc) lassen die Stimme nicht mehr so einsatzbereit sein, wie wir es ganz selbstverständlich gewöhnt sind. Stress und psychische Dysbalancen können die Stimmprobleme noch weiter verstärken oder aufrechterhalten.

Das Ziel der Stimmtherapie ist es, wieder eine klare, klangvolle und vor allem anstrengungsfreie, leistungsfähige Stimme zu erreichen.

In der Stimmtherapie arbeite ich mit den unterschiedlichsten Methoden, die in den Bereichen Stimmtraining, Wahrnehmung, Atmung, Körperspannung und Körperhaltung ansetzen.

Desweiteren biete ich die Behandlung mit dem funktionalen Teil der Stimmig-sein-Methode® an, um "(…) eine Stimmbildung, die der Stimmfunktion angemessen ist und auch bei stärkeren Stimmherausforderungen wie im Gesang oder beim Einsatz der Stimme im Beruf keine Stimmstörungen hervorzurufen." (U.Feuerstein, Köln).

Damit Sie wieder stimmig sind!

Mehr Informationen unter: www.stimmig-sein.de

Organische Stimmstörungen (organische bedingte Dysphonie)

Bei organisch bedingten Stimmstörungen ist die Stimmgebung durch organische Veränderungen an den Stimmlippen beeinträchtigt. Der Stimmklang ist sehr heiser oder es ist keine Stimmbildung mehr möglich. Es kann auch zu Missempfindungen im Kehlkopfbereich kommen, was ständiges Räuspern, Husten oder Verschlucken nach sich zieht. Als Folge einer zu hohen Stimmbelastung können so z.B. Stimmlippenknötchen entstehen. Je nach Schweregrad des Befundes kann eine logopädische Stimmbehandlung die chirurgische Abtragung der Knötchen hinfällig machen. Bei Stimmlippenlähmung, der sogenannten Recurrensparese, ist der Kehlkopfnerv, Nervus laryngeus recurrens, geschädigt oder gelähmt. In vielen Fällen ist sie Folge einer Operation im Verlaufsgebiet des Nervs, z.B. an der Schilddrüse oder an der Halsschlagader, der Speiseröhre oder der Halswirbelsäule. Bei einer einseitigen Recurrensparese ist die Prognose recht gut, durch logopädische Stimmtherapie die Stimmfähigkeit wiederherzustellen.

Artikulationsstörungen bei Jugendlichen und Erwachsenen

Die motorische Umsetzung eines Lautes gelingt nicht und wird somit nicht korrekt ausgesprochen. Am häufigsten sind die Zischlaute (s, sch, ch) betroffen, hier häufig das gelispelte „s“, welches als Sigmatismus interdentalis bezeichnet wird. Die Zungenspitze kommt beim Aussprechen des „s“ zwischen die Vorderzähne oder sie drückt gegen die Frontzähne (Sigmatismus addentalis). Bei Erwachsenen besteht eine Aussprachestörung meist schon seit der Kindheit. Dysbalancen in der Mundmuskulatur oder auch Hörstörungen können die Ursache sein.

Ich biete die Behandlung von Artikulationsstörungen für Jugendliche und Erwachsene an, häufig auch im Zusammenhang mit der Diagnose MFS (Myofunktionelle Störung).

Stimmtherapie bei Kindern und Jugendlichen

Stimmstörungen bei Kindern und Jugendlichen entstehen häufig durch einen zu lauten und angestrengten Einsatz der Stimme. Im Kindergarten, auf dem Schulhof, auf dem Sportplatz agieren Kinder laut und lebhaft. Im Fußballstadion wird laut gerufen, gebrüllt, geschrien. Die Stimme wird durch die Überanstrengung heiser. Erholt sich die Stimme danach nur noch langsam oder garnicht mehr, bleibt die Stimme heiser und rau. Das Sprechen ist anstrengend, manchmal bleibt sie sogar ganz weg. Ein weiterer Bereich ist die Verbindung von Stimme und Stimmung. Stress in der Schule, Geschwisterrivalitäten, schwierige Situationen in der Familie oder im Freundeskreis können zu einer Stimmproblematik führen oder die Stimmstörung aufrecht erhalten.

In der Stimmtherapie finden wir gemeinsam heraus, welche Gründe es geben könnte für die zu hohe Stimmbelastung. Spezielle Stimmübungen können den Spannungszustand der Stimmlippen regulieren, damit sich eine klare und belastungsfähige Stimme entwickeln kann.

Stimmarbeit und Stimmangleichung bei Trans*menschen

Um als Mann oder Frau wahrgenommen zu werden, hängt nicht nur vom äußeren Erscheinungsbild ab. Es ist ein Zusammenspiel von Körpersprache, Wortwahl, Sprechmelodie, Stimmfarbe und Tonhöhe.

Es gibt tiefe Frauenstimmen und hohe Männerstimmen. Die Stimmklang ist so individuell wie jeder Mensch selbst. Wichtig ist, sich mit seiner Stimme „stimmig“ und authentisch zu fühlen.

Wenn Sie sich auf ihrem Weg zu ihrer ganz eigenen Frauen- oder Männerstimme befinden oder sich dazu aufmachen möchten, begleite ich Sie hierbei gerne.

Männliches Gesicht Kehlkopfmodell Mikrofone Regenbogenfahne

Therapie­formen

  • Einzeltherapie

    Einzeltherapie

  • Intensivtherapie

    Intensivtherapie

  • Hausbesuch

    Hausbesuch